Die Quantisierung

Aus PhysikWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen




Physikalische Observablen -à hermitesche Operatoren im Hilbertraum

z.B. Ort: xx̂

Geschwindigkeit: x˙x̂˙:=p̂kinm=p̂eA¯m

hat nichts mehr mit der Zeitableitung von x zu tun !

Dabei existieren in der Quantenmechanik auch nichtklassische Observablen:

1. Parität: P̂

als der Spiegeloperator.

Der Spiegeloperator ist in der Ortsdarstellung definiert durch P̂Ψ(r¯)=Ψ(r¯)P̂|r¯=|r¯

Dies kann jedoch bedeuten: P̂|Ψ=±|Ψ

mit dem Pluszeichen für symmetrische und dem Minus für antisymmetrische Zustände.

Die Eigenwerte des Paritätsoperator sind ±1 .

Es gilt: P̂2=1P̂1=P̂+=P̂

2. Der Projektionsoperator. Er löst die Frage: Ist das System im Zustand |Ψ

?

Der Projektionsoperator lautet:

P̂Ψ:=|ΨΨ|

Die grundsätzliche Definition eines Projektionsoperators ist lediglich P̂ΨP̂Ψ=P̂Ψ

Die Wirkung:

P̂Ψ|Ψ=|ΨΨ|Ψ=|Ψ1=|Ψ

Eigenwert +1

P̂Ψ|Φ=|ΨΨ|Φ=0

Eigenwert 0, falls |Φ|Ψ

Befindet sich ein Zustand |Φ

teilweise im Zustand |Ψ ,

so gilt:
P̂Ψ|Φ=|ΨΨ|Φ=c|Ψ

Dabei ist c eine Wahrscheinlichkeitsamplitude für das Antreffen des Zustands |Ψ

in |Φ ,

also die Wurzel des Anteils von |Φ

in |Ψ

Vertauschungsrelationen

Das Operatorkalkül ermöglicht die Beschreibung mit nicht vertauschbaren Observablen:

[F̂,Ĝ]=0
F̂

und Ĝ

besitzen ein gemeinsames System von Eigenzuständen

[F̂,Ĝ]=0

Observablen F und G sind gleichzeitig scharf meßbar

[F̂,Ĝ]0

Observablen F und G sind NICHT gleichzeitig scharf meßbar.

Quantisierung = Aufstellung von Vertauschungsrelationen

Es gelten die kanonischen Vertauschungsrelationen:

[p̂i,x̂k]=iδik1[p̂i,p̂k]=[x̂i,x̂k]=0

i=1,2,3 kartesische Koordinaten

Übungsweise kann man zeigen:

[p̂,T]=?[F,x̂k]=iFpk[F,p̂k]=iFxk

Berechnung in der Ortsdarstellung:

[p̂i,x̂k]Ψ(r¯)=ii(xkΨ)xkiiΨ=iδikΨ

Nebenbemerkung: Hieraus können alle weiteren Kommutatoren berechnet werden.

Der Meßprozeß:

|Φ1.MessungvonF|Φ ´2.MessungvonF|Φ ´ ´

Dabei ändert sich der Zustand durch die Wechselwirkung mit dem Messapparat.

Die Messwerte sind F´ in |Φ ´

und F´´in |Φ ´ ´ .


Forderung: F´ = F ´´

F ´=F ´ ´=Fn

(Eigenwert)

|Φ ´

=|Φ ´ ´

=|n

Eigenzustand zu F̂

Also: |Φ|n

Der beliebige Zustand wird durch die Messung auf einen Eigenzustand projiziert.

Man spricht von einer Reduktion des Zustandsvektors durch die Messung.

Beispiel: Stern- Gerlach - Apparatur:

Von links kommt ein Ensemble von Teilchen mit dem magnetischen Moment mz.

Dabei kennzeichnet rechts |1

den Eigenzustand zu mz = -1

Erwartungswert = Mittelwert über viele Messungen mit identisch präparierten Ausgangszuständen |Ψ

Ψ|F̂|Ψ=n,n ´Ψ|nn|F̂|n ´n ´|Ψn|F̂|n ´=Fnδnn ´Ψ|F̂|Ψ=nFn|n|Ψ|2

Mit der Wahrscheinlichkeit, im Zustand |Ψ (vor der Messung) den Messwert Fn zu messen:

p(Fn)=|n|Ψ|2

Vergleiche dazu: Aufenthaltswahrscheinlichkeit in Ortsdarstellung:

p(r¯)=|Ψ(r¯)|2=|r¯|Ψ|2

Wie wir bereits kennengelernt haben, läßt sich mit dem Projektionsoperator schreiben:

|n|Ψ|2=Ψ|nn|Ψ=Ψ|P̂n|Ψ=P̂n

Wow! Great thinknig! JK