Kontinuitätsgleichung (Quantenmechnik)

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Schrödingergleichung für Teilchen in Potenzialen V und A ( beide reell):

iΨ˙(r¯,t)=ĤΨ=12m(ieA¯)2Ψ(r¯,t)+VΨ(r¯,t)V=eΦ

iΨ˙(r¯,t)=12m(ieA¯)(ieA¯)Ψ(r¯,t)+VΨ(r¯,t)=12m[2ΔΨ+ie(A¯Ψ)+ieA¯(Ψ)+e2A2Ψ]+VΨ(r¯,t)

Dabei sind alle Terme außer dem ersten und dem letzten (V) magnetfeldabhängig, also abhängig von

A¯(r¯,t)

Die Gleichung kann komplex konjugiert werden:

iΨ˙(r¯,t)=12m[2ΔΨie(A¯Ψ)ieA¯(Ψ)+e2A2Ψ]+VΨ(r¯,t)

Damit ergibt sich eine Bewegungsgleichung für die Wahrscheinlichkeitsdichte:

it|Ψ(r¯,t)|2=it(Ψ(r¯,t)Ψ(r¯,t))=Ψ(r¯,t)itΨ(r¯,t)+Ψ(r¯,t)itΨ(r¯,t)it|Ψ(r¯,t)|2=i(Ψ(r¯,t)Ψ˙(r¯,t)+Ψ˙(r¯,t)Ψ(r¯,t))=ΨĤΨΨ(ĤΨ) it|Ψ(r¯,t)|2=22m(ΨΔΨΨΔΨ)+e22m[ΨA¯2ΨΨA¯2Ψ]+ΨVΨΨVΨ+ie2m(Ψ(A¯Ψ)+A¯ΨΨ+Ψ(A¯Ψ)+A¯ΨΨ)ΨA¯2ΨΨA¯2Ψ=0ΨVΨΨVΨ=0Ψ(A¯Ψ)+A¯ΨΨ=Ψ(A¯Ψ)+A¯ΨΨ=(ΨA¯Ψ)it|Ψ(r¯,t)|2=22m(ΨΔΨΨΔΨ)+iem(ΨA¯Ψ)ΨΔΨΨΔΨ=(ΨΨΨΨ)(ΨΨΨΨ)(ΨΨΨΨ)=0it|Ψ(r¯,t)|2=22m(ΨΨΨΨ)+iem(ΨA¯Ψ)it|Ψ(r¯,t)|2=[22m(ΨΨΨΨ)+iem(ΨA¯Ψ)] Diese Gleichung hat die Form einer Kontinuitätsgleichung der lokalen Wahrscheinlichkeitserhaltung für die Wahrscheinlichkeitsdichte quantenmechanischer Wellenfunktionen im elektromagnetischen Feld t|Ψ(r¯,t)|2+j¯=0 Die Wahrscheinlichkeitsstromdichte lautet: j¯=2mi(ΨΨΨΨ)em(ΨA¯Ψ)=12m{Ψ(ieA¯)Ψ+Ψ(ieA¯)Ψ} Denn: Wenn die Kontinuitätsgleichung t|Ψ(r¯,t)|2+j¯=0erfüllt sein soll, so muss der Wahrscheinlichkeitsstrom die obige Form haben ! Die Kontinuitätsgleichung erhält man sauber durch Anwenden der Schrödingergleichung auf Die Wahrscheinlichkeit ! Dabei bezeichnet man j¯=2mi(ΨΨΨΨ) als die freie Wahrscheinlichkeitsstromdichte, die im elektromagnetischen Potenzial durch den Potenzialterm em(ΨA¯Ψ) ergänzt wird j¯=12m{ΨP¯̂kinΨ+Ψ(P¯̂kinΨ)} Mit dem kinetischen Impulsoperator P¯̂kin:=ieA¯ Führt man den kinetischen Impuls ein, so ist die Form analog zur Darstellung der freien Wahrscheinlichkeitsstromdichte verallgemeinert ! Bemerkungen

  1. Neben dem kanonischen Impulsoperator: P¯̂:=i, wobei klassisch pi=Lq˙i haben wir es nun mit dem kinetischen Impulsoperator P¯̂kin:=ieA¯zu tun. Dieser hängt mit dem Geschwindigkeitsoperator v¯̂:=P¯̂kinmzusammen, wobei der Geschwindigkeitsoperator v¯̂:=P¯̂kinmNICHT die Zeitableitung des Orts- Operators repräsentiert.

Also: P¯̂kin=mv¯̂und p̂mv¯̂

  1. Mit Hilfe des Geschwindigkeitsoperators lautet die Kontinuitätsgleichung

t|Ψ(r¯,t)|2+j¯=0mit j¯=12{Ψv¯̂Ψ+Ψ(v¯̂Ψ)} Dies ist ganz analog zur Kontinuitätsgleichung für klassische Dichten: ρ˙+j¯=0mit j¯=ρv¯ Quantenmechanisch muss man lediglich die symmetrische reelle Form j¯=Re{Ψv¯̂Ψ}wählen, da hier ρv¯̂oder v¯̂ρnicht wohldefiniert ist. ( Worauf wirkt der Operator ?)

  1. In Ĥ=12m(p¯̂eA¯(r¯̂,t))2=12m(p¯̂2ep¯̂A¯eA¯p¯̂+e2A2) ist die Reihenfolge der Faktoren zu beachten !

Nur in der Coulomb- Eichung A¯=0gilt: (p¯̂A¯+A¯p¯̂)Ψ=i[(A¯Ψ)+A¯(Ψ)]=i[(A¯)Ψ+2A¯(Ψ)]A¯=0 Im Spezialfall der Coulomb- Eichung. Somit: (p¯̂A¯+A¯p¯̂)Ψ=2A¯p¯̂Ψ Also in diesem Fall: Ĥ=12m(p¯̂eA¯(r¯̂,t))2=12m(p¯̂22eA¯p¯̂+e2A2) Merke: Die Coulombeichung bringt A¯und p̂zum Vertauschen !

  1. Im Gaußschen Maßsystem gilt:

Ĥ=12m(p¯̂ecA¯)2